Endlich Deutsches Recht für Office365


Neu und einmalig in der Welt. T-Systems mit dem Datacenter in Magdeburg als Daten-Treuhänder für eine leicht beschränkte Office365 Umgebung.

Frei nach dem Prinzip: NSA, Donald J.T., Ihr kommt hier nicht rein. Sollte eigentlich schon 2016 fertig sein, aber was solls. Jetzt ist Office365 Deutschland verfügbar.

Klingt interessant und hat natürlich seinen Preis:

  • Office365 Business Essentials – hosted in Irland: 4,20 EUR
    bei T-Systems mit sehr ähnlichem Umfang: 25% Aufpreis, 5,30 EUR / Monat,
  • Office Paket gefällig? (Office365 Business) für 11 EUR anstatt 8,80 EUR in Irland.
  • Das gängige E3 Paket kostet statt 19,70 EUR dann 24,60 EUR

Alle Preise netto zzgl. MwSt.

Datensicherheit – von Microsoft formuliert hier

Warum macht Microsoft das?

Klar, es gibt einen Haufen IT Manager, die fremden Mächten nicht trauen. Nur was konform der deutschen Gesetzgebung ist ist auch erlaubt. Nachdem seit März 2015 Safe Habor unsicher ist gab es sicher viele Gründe nicht auf Office 365 umzuziehen. Mit einem deutschen Betreiber und Datentreuhänder ist das Thema nicht mehr relevant, zumindest in einer logischen Argumentation.

Liegen meine Daten wirklich in Deutschland?

Ja, nur in Biere bei Magdeburg und in Frankfurt, wobei MS Mitarbeiter keinen Zugang zum RZ haben – die Nachrichtendienste auch nicht. Auch kann der amerikanische Gesetzgeber die Herausgabe nicht anordnen. Es gibt damit auch kein globales Azure AD. Für die Verschwörungstheoretiker: Abgehört wird sowieso am DeCIX.

Wie wird abgerechnet?

Wie bisher über Microsoft, T-Systems liefert nur die Abrechnungsinformationen. Das Thema CSP (Cloud Service Provider), also Reseller von Microsoft Produkten geht in diesem Fall (hoffentlich nicht so lange) aussen vor.

Datensicherheit?

Im Rahmen der Kundenverträge schließt der Datentreuhänder einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit dem Kunden ab, der den Datentreuhänder vertraglich dazu verpflichtet, seine Rolle ausschließlich gemäß den vereinbarten Vertragsbedingungen auszuüben – Zitat von der Microsoft Website. Bin kein Jurist, aber das klingt alles schlüssig.

Was gibt es in der deutschen Office365 Umgebung nicht?

  • CRM Online
  • Die Kommunikations / Chat Komponente Yammer
  • Die Windows Verwaltungskonsole Intune
  • Office 365 Enterprise in der E5 Ausprägung (wie E3 nur mit anderer, besserer Voice Integration und Power BI)

Kaufen, jetzt?

Kreditkarte zur Hand und losshoppen. Alternative zur Kreditkarte ist ein Enterprise Agreement.

Abschliessende Frage: Office 365 Business oder ProPlus – warum in Deutschland kaufen

Bei Office 365 Pro Plus 16,10 EUR anstatt 12,90 EUR für ein auf PC und Mac installierbares Office Paket?  Für den Aufpreis kaufe ich ein irisches Pro Plus Office und eine deutsche Mailbox mit 1TB deutschem OneDrive. Diese Produkte machen für mich keinen Sinn.

Mein Fazit zum Ausklang des Artikels

25% schrecken mich jetzt nicht ab, ist immer noch günstiger als einen Exchange Server zu installieren und zu administrieren. Nur: Ich fühle mich seit Microsoft BPOS im Datacenter in Irland gut aufgehoben und habe seit 2010 keinen Ausfall meiner Mailboxen. Umzug: No!

Zum Abschluss das Verkaufsargument von Microsoft: Office 365 Deutschland – Entwickelt für Kunden mit besonders strengen Datenschutz- und Compliance-Richtlinien. Ende.

Web Basierte Produktivitätstools – (m)eine Auswahl


Teilweise seit vielen Jahren bei mir im Einsatz – eine kleine Übersicht ganz sicher weit weg vom Anspruch der Vollständigkeit und hier einmal alphabetisch sortiert. Mein Ziel: Services zu finden die meine Arbeit erleichtern, meine Zeit optimieren und mein Hirn entlasten. Die  Diense sind aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Mögliche Alternativen gibt es natürlich reichlich.

Evernote – Wissensmanagement
Seit 2010 im täglichen Einsatz. Bezahle mit Freude jedes Jahr den Service der sich auf Mac, PC, iPhone und iPad synchronisiert. Nachdem das nicht vollständig ausreicht habe ich noch eine Schnittstelle zu Confluence lizenziert. Nach einer Bereinigung und Migration bin ich von 650 Notizen jetzt bei knapp 320 angekommen.
Mögliche Alternative: OneNote von Microsoft, Sync über OneDrive. Funktioniert auch auf iOS und MacOS.

Evernote_Premium

Wo hab ich welche Notiz erstellt?

Confluence – Wissensmanagement
Nach Evernote das zweite Hirn, eher der Bereich Langzeitgedächtnis. Dokumentationen, Daten und Ideen sind in dem Enterprise Wiki von Atlassian gespeichert. Ist beim Hoster etwas teurer da es mit Veeam täglich gesichert wird.
Alternative: Sharepoint gehostet im Office 365 Paket.

confluence

Willkommen in meinem (externen) Hirn

Dropbox – Fileservice
Beste Erfindung aller meiner Cloud Services, nutze ich seit langer Zeit für ca. 100USD im Jahr, 1TB Diskspace zur Datensicherung und dem Datenaustausch zwischen meinen Mac´s und dem verbliebenen Windows 8.1 Surface. Perfekt für alle nicht vertraulichen Daten.
Alternative: Box.com, OneDrive, eigener WebDav und natürlich OwnCloud.

Harvest – Workflow
Zeiterfassung als Service – Apps für jedes sinnvolle Smartphone, Mac und als Web App. Kostet ab 12USD/Monat. Harvest könnte auch Rechnungen schreiben – ist als US Cloud Dienst aber wenig individuell anpassbar.
Alternative: Excel, TFS Timetracker und diverse andere.

Harvest

Harvest Mac App

Jira – Workflow
Ticket System – Ordnung in der Arbeit. Verwende ich dazu nichts zu vergessen, Rest der Aufgaben erledige ich in Office 365. Hatte ich ursprünglich beim Hersteller Atlassian gehostet – der wiederum AWS verwendet. Läuft inzwischen als vm in Kombination mit Confluence beim Hoster. Mehr Infos dazu beim Hersteller.
Alternative: Ticket Systeme as a Service – ZenDesk, OTRS, mehr als in diesen Blog passen.

Jira

Office 365 – Messaging
Seitdem das Produkt nicht mehr BPOS heist ist es benutzbar. Funktioniert auf meiner Haupt Maildomain seit 2011 völlig problemlos.

O365Portal

Office 365 Portal

Microsoft ergänzt immer mal wieder Features – wie das Admin Portal als iOS / Android App oder das Azure AD – fast schon Single Sign on für Cloud Dienste.
Alternativen: Es gibt reichlich Exchange Hosting im deutschen Markt. Meine Prognose: Im Jahr 2017 gibt es gehostetes Exchange nur noch von Microsoft, also warum jetzt wechseln?

Microsoft_Azure_AD_Zugriffspanel

Mein Azure AD mit einer Test Verknüpfung zu Evernote

Owncloud – Fileservice
Als gehostetes vmware Image beim Hoster meines Vertrauens. Vertrauen – so isses. Hier liegen die (für mich) wichtigen Daten – verschlüsselt. Habe den Schlüssel vorsichtshalber ausgedruckt und hoffe ihn nie eingeben zu müssen.
Alternativen: Siehe bei Dropbox.

ownCloud

Mein Owncloud Archiv

Protonet – Fileservice
Mein Maya aus der Protonet Crowdfunding Kampagne läuft seit November 2014 und speichert alle Arten von Daten die ich irgendwann mal brauchen könnte. Über das Webportal auch ohne Konfiguration der Firewall zuhause gut erreichbar.

mayahome

Protonet Maya

Für die wirklich grossen Datenmengen wie Film-Rohmaterial, Plex Mediaserver, Arbeit und Datensicherung ist der Maya nicht geeignet. Dafür gibt es eine Synology Rackstation 815 – sorry Sven, da müsst Ihr erst noch ein wenig entwickeln bis ich auf WD umsteige…

Geht sicher noch weiter – die Evaluierung von Wrike für Projekte steht unmittelbar bevor.

Amazon Workmail – Alternative zu Office 365 und sonstigen Exchange Angeboten?


Update zum 3.4.2015
Nach gerade mal 2 Monaten ruft Amazon aus Luxemburg persönlich an um mir mitzuteilen, dass das Workmail in Kürze (???) mir zur Verfügung gestellt wird. Mal abwarten, im Juni gehts dann weiter.

Von den Features klingt es vielversprechend. Native Outlook Unterstützung, Active Directory Integration, AntiSpam, AntiVirus, vom Screenshot her netter Webmail Client. Und nicht zu vergessen die Amerikanischen Datenschutzrichtlinien. Auch preislich mit 4 USD für eine 50GB Mailbox konkurrenzfähig. Office 365 Business Essentials mit ähnlichen Leistungsdaten kostet 3,80 EUR bei jährlicher Zahlung.
Interessant: Amazon liefert ein Migrationstool mit um die existierenden Mailboxen umgezogen werden können.

30 Tage kostenloser Test… will ich jetzt
…nicht…
Erstmal Testaccount – und dann wird  abgewartet.
Preview_Confirmation

Update zum 1.7.2015

Amazon hat sich nicht mehr gemeldet. Auf der Website ist es immer noch als Vorschau Version verfügbar. Ich glaube das wird nichts mehr. Nachdem Microsoft inzwischen eingesehen hat, dass es keinen Sinn macht alle Kunden direkt zu bedienen und die Distrubutoren auch Office 365 verkaufen mache ich hier einen Haken drunter.

Update zum 17.4.2016

Workmail ist verfügbar und kostet 4USD pro 50GB Mailbox pro Monat.
Ist damit genauso teuer wie Office 365.
https://aws.amazon.com/de/workmail/pricing/
Kaufen? Nein!

Office 365 mit Powershell


Office_365_logo

Nach frühen zaghaften versuchen einen Exchange Server in der Version 2010 über Powershell zu verwalten (man braucht Hobbies) geht das doch sicher auch mit Microsoft Office 365.

Voraussetzung:
1) Windows PC (oder eine virtualisierte Version)
2) der Microsoft Online Services-Anmelde-Assistent – Download hier
3) einen Neustart von Windows
4) der einmalige Befehlt „Set-ExecutionPolicy RemoteSigned“ als Admin auf der Powershell ausgeführt – Dient dazu Windows PowerShell für das Ausführen von signierten Skripts zu aktivieren
0 Skripts ausfuehren
und schon gehts in zwei kleinen Schritten los – vorsicht, hohes Potential der Vernichtung von Mailboxen und Mails:

1) Powershell starten und Login/Password eingeben: $Login = Get-Credential
1 login

2) Bei Office365 einloggen:
$Session = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri https://outlook.office365.com/powershell-liveid/ -Credential $Login -Authentication Basic -AllowRedirection
Import-PSSession $Session

Wenn das soweit funktioniert hat steht die Verbindung ins jeweilige Microsoft Datacenter und los gehts auf der Powershell – guter Test ist immer mal „get-mailbox“
2 get-mailbox

Was mach ich dann weiter in dieser Session?
Eine Auswahl sinnvoller Commandlets findet sich mit Googles Hilfe – ansonsten auch hier:
Get-help – zeigt Hilfe zum Commandlet, also get-help get-mobiledevice
Get-Mailbox -Identity joerg@sahlmann.com | fl
– wirft mal alle wesentlichen Informationen zur Mailbox aus
Get-AcceptedDomain – zeigt alle Domains an die für diese Office365 Instanz konfiguriert sind
Get-Mailbox -resultsize unlimited | Get-MailboxStatistics | ft displayname, lastlogontime – wer hat sich wann zuletzt eingeloggt?

Wer hat Zugriff auf meinen Kalender?
Get-MailboxFolderPermission -Identity joerg@sahlmann.com:\Kalender
O365 Zugriff auf Kalender

Wer hat Zugriff (Full Access) auf welche Mailbox?
$mailbox= Get-Mailbox -ResultSize Unlimited
$mailbox | Get-MailboxPermission | ? {$_.Accessrights -match "FullAccess" -and $_.User -notlike "NT AUTHORITY\SELF" -and $_.user -like "*USER*"} | FT identity,user,Accessrights -AutoSize

Abwesenheitsassistent
Ein/Ausschalten mit Set-MailboxAutoReplyConfiguration joerg@sahlmann.com -AutoReplyState Enabled bzw. AutoReplyState Disabled

anschauen mit Get-MailboxAutoReplyConfiguration -identity joerg@sahlmann.com
Abwesenheitsassistenzen setzen mit:
Set-MailboxAutoReplyConfiguration joerg@sahlmann.com –AutoReplyState Scheduled –StartTime “1/1/2015”-EndTime „2/2/2015″ –ExternalMessage “Sehr geehrte Damen und Herren<br>ich bin bis 2.2.2015 im Urlaub.<br>Mit freundlichem Gruss“ –InternalMessage “Servus<br>ich bin bis 2.2.2015 im Urlaub<br>Gruss“
Mobile Devices

Get-MobileDevice -Mailbox joerg@sahlmann.com | ft deviceuseragent, deviceOS – zeigt konfigurierte Devices und deren Betriebssystemversionen an.

Löschen von Mails – Wissen Sie was Sie tun?

Get-Mailbox -Identity joerg@sahlmann.com | Search-Mailbox -SearchQuery subject:“Bla Bla“ -DeleteContent

Hier ist die Mail:
mail löschen
Jetzt ist sie weg:
mail löschen1
Nach getaner Arbeit – oder Verwüstung der Mailboxen – hilft ein einfaches „exit“ um die Session zu schliessen.